Gartenarbeit im Einklang mit dem Mond: Mythos oder wirkungsvolle Praxis?

Seit Jahrhunderten orientieren sich Gärtner*innen und Bauern*Bäuerinnen an den Mondphasen, um ihre Pflanzen bestmöglich zu pflegen. Doch ist die Gartenarbeit im Einklang mit dem Mond wirklich eine effektive Methode, oder handelt es sich um einen alten Mythos ohne wissenschaftliche Grundlage? In diesem Artikel werfen wir einen genaueren Blick auf diese faszinierende Praxis und ob sie tatsächlich einen Unterschied im Garten macht.

Die Grundlagen des Mondgärtnerns

Das Mondgärtnern basiert auf der Vorstellung, dass der Mondzyklus das Pflanzenwachstum beeinflusst. Dabei werden vor allem zwei Hauptaspekte betrachtet:

  1. Die Mondphasen: Der Zyklus des Mondes wird in vier Phasen unterteilt – Neumond, zunehmender Mond, Vollmond und abnehmender Mond. Jede dieser Phasen soll unterschiedliche Auswirkungen auf das Wachstum und die Entwicklung von Pflanzen haben.
  2. Die Sternzeichen: Zusätzlich wird beachtet, in welchem Tierkreiszeichen sich der Mond gerade befindet. Die zwölf Sternzeichen werden dabei in vier Elemente unterteilt (Erde, Wasser, Luft und Feuer), die jeweils verschiedene Pflanzenarten begünstigen sollen.

Welche Arbeiten werden in welcher Mondphase empfohlen?

  • Neumond: Eine Zeit der Ruhe für den Garten. Es wird empfohlen, den Boden vorzubereiten, Unkraut zu entfernen und den Garten auf kommende Pflanzungen vorzubereiten.
  • Zunehmender Mond: Diese Phase soll sich besonders für das Pflanzen von oberirdisch wachsenden Pflanzen eignen, da das steigende Mondlicht angeblich das Wachstum begünstigt.
  • Vollmond: Der Höhepunkt der Energie – nach dieser Tradition sind jetzt Ernten, das Schneiden von Kräutern sowie das Wässern von Pflanzen besonders effektiv.
  • Abnehmender Mond: Nun wird empfohlen, unterirdische Pflanzen wie Kartoffeln oder Karotten zu setzen, da der Saftfluss der Pflanzen sich nach unten in die Wurzeln konzentriert.

Wissenschaftliche Betrachtung – Fakt oder Aberglaube?

Während viele Gärtner*innen auf ihre positiven Erfahrungen mit dem Mondgärtnern schwören, gibt es bisher keine eindeutigen wissenschaftlichen Beweise, die diese Praxis bestätigen. Allerdings ist bekannt, dass der Mond die Gezeiten beeinflusst und auch das Wasser in den Böden eine Rolle spielt. Einige Forscher*innen vermuten, dass dieser Zusammenhang einen Effekt auf Pflanzen haben könnte, doch abschließende Beweise stehen noch aus.

Ein weiterer Punkt ist, dass sich Mondkalender oft an überlieferten “Bauernregeln” orientieren. Diese Regeln basieren auf Generationen von Beobachtungen, was sie nicht unbedingt wissenschaftlich, aber dennoch praxisnah macht.

Lohnt sich das Gärtnern nach dem Mond?

Ob Mythos oder nicht – viele Gärtner*innen berichten von positiven Erfahrungen mit der Mondgärtnerei. Selbst wenn der wissenschaftliche Nachweis fehlt, kann es sich lohnen, es auszuprobieren. Gärtnern nach dem Mond kann helfen, bewusster mit der Natur umzugehen und Arbeiten im Garten besser zu strukturieren.

Für alle, die ihrem Garten mehr Aufmerksamkeit schenken und ihn optimal gestalten möchten, lohnt es sich, verschiedene Methoden auszuprobieren – ob mit oder ohne Mondkalender. Und wer seinen Garten nicht nur mit Pflanzen, sondern auch mit einem schönen Hochbeet, einem praktischen Gerätehaus oder einem stilvollen Zaun aufwerten möchte, findet ihr bei GUARDI die passende Lösung!

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